Ökumenisches Mittagsgebet am 7. April 2021

Impulskarte

Um Ostern dürfen wir als Christen das Sprichwort wagen, dass „der Himmel voller Geigen hängt“.

Es geht ein Singen über die Erde und das Universum. Und vielleicht sollten wir versuchen, die Grundmelodie herauszuhören, die der Unendliche in seiner Schöpfung spielt, manchmal deutlicher, manchmal für unser menschliches Ohr in rätselvollen, fast schmerzenden Dissonanzen, die aber dann doch wieder in ein strahlendes Finale münden wie die Neunte von Beethoven.

Thomas von Aquin, der große Theologe des Mittelalters, hat auch dieser Grundmelodie nachgelauscht und gefunden, das göttliche Motiv könnte nur eines sein: die Entfaltung der Liebe.

Ich habe diese wunderbare Melodie einst in einem Augenblick gehört, in dem der Himmel nicht voller Geigen hing. Ich war in der Einzelhaft der Gestapo, neunzehn Jahre alt, und hatte eben erfahren, dass ich am nächsten Tag ins Konzentrationslager kommen sollte.

Vor dem Gefängnis standen ein paar Kastanienbäume und ein Lausbub unserer Jugendgruppe, der wusste, dass wir da droben in den Zelle saßen, lehnte sich an einen Baum und pfiff eine Melodie, von der er sicher war, dass sie die SS nicht kannte. Es war die Stelle aus dem Hohen Lied der Liebe, die damals für die Liturgie zum ersten Mal  vertont worden war:

„Stark wie der Tod ist die Liebe. Ihr Licht ist wie das Leuchten des Feuers, das können die Wasser nicht löschen und die Ströme nicht überfluten.“ 

Das ist sie, die Grundmelodie des sich in Christus offenbarenden Gottes, die Hymne der Erlösung, das musikalische Motiv des Dreifaltigen, der Rhythmus der Ewigkeit in der Zeit.

Das also hat der sich offenbarende Gott in diese seine Schöpfung hineinkomponiert, in vielen Strophen und Variationen, manchmal piano, manchmal fortissimo. Und mir hat er diese Melodie einmal durch einen frechen Lausbuben ins Gestapogefängnis pfeifen lassen:

„Stark wie der Tod ist die Liebe. Ihr Licht ist wie das Leuchten des Feuers, das können die Wasser nicht löschen und die Ströme nicht überfluten.“ 

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Ausgabe 2, Februar 2021
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